Heiko Maas anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Instituts für Zukunftsenergiesysteme (IZES)

Das Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES) wurde 1999 als Institut der Hochschule für Technik und Wirtschaft auf Initiative des Landes, der großen saarländischen Energieunternehmen sowie der beiden Hochschulen gegründet. Durch das Institut wurde die wissenschaftliche Kompetenz gebündelt und ein Forschungsdienstleister geschaffen, der insbesondere der mittelständischen Wirtschaft Unterstützung zu allen Fragen der praktischen Energieforschung und -anwendung anbietet. 

"Es freut mich wirklich sehr, vor allen Dingen, weil ich mich tatsächlich mit dem IZES sehr verbunden fühle. Es ist bei seiner Gründung ein sehr vorausschauendes Projekt gewesen. Damals sind schon die richtigen Weichen gestellt worden.

Albert Camus hat einmal gesagt:

„Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben“.

Und ich finde, das beschreibt ganz gut die Arbeit des IZES. Anke Rehlinger hat schon darauf hingewiesen: Manchmal ist es nicht einfach, seiner Zeit voraus zu sein. Das ist beim IZES vor 20 Jahren ganz sicherlich der Fall gewesen.

Und Sie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und diejenigen, die das IZES finanzieren und unterstützen, tragen ganz wesentlich dazu bei, dass dieser Satz „Wir müssen etwas gegen den Klimawandel tun“ nicht nur eine leere Hülle bleibt.

Ich selber ertappe mich ja regelmäßig dabei, zu sagen: „Wir müssen etwas gegen den Klimawandel tun!“.

Aber was das genau bedeutet, darüber wird in der politischen Debatte manchmal etwas zu kurzsichtig diskutiert.

Dass das alles nicht so selbstverständlich ist, wie uns das auf den ersten Blick erscheint, würde ich gerne aus meiner heutigen Funktion an zwei Orten illustrieren, die ich in den letzten Wochen besucht habe. Zwei Orte, die auf den ersten Blick eigentlich gegensätzlicher nicht sein könnten: zum einen die kanadische Arktis und zum anderen die Sahelregion im Sudan. Als ich innerhalb von zwei Wochen beide Regionen besucht habe, ist mir aber sehr deutlich vor Augen geführt worden, dass diese Regionen trotz aller Unterschiede auf den ersten Blick auch einiges gemeinsam haben:

Sie sind beide unmittelbar vom Klimawandel betroffen. Und die Folgen für die Anwohner und die ganze Welt, die daraus entstehen, sind gravierend. In der Arktis steigt die Temperatur zwei bis dreimal schneller als im Rest der Welt, die Permafrostböden tauen auf. Und in der Sahelregion werden längst, und das leider immer dramatischer, Wasser und Land zum Ackerbau immer knapper. Und das führt einfach dazu, dass das Leben, das dort stattfindet, immer schwieriger wird - auch weil die Konflikte, die es zwischen den Menschen aufgrund dieser Entwicklung gibt, zunehmen und auch immer schwieriger zu lösen sind.

Und noch etwas verbindet beide Regionen: die Menschen, die dort leben, und das fand ich sehr eindrücklich, als ich mit Menschen dort gesprochen habe, sind dem Klimawandel komplett ausgeliefert. Ausgeliefert ist das richtige Wort, denn sie können durch eigenes Verhalten wenig bis überhaupt nichts daran ändern. Letztlich sind sie abhängig vom Verhalten anderer. Von uns, von dem, was wir weltweit machen.

Diese beiden Orte, die vom Klimawandel betroffen sind, sind beileibe nicht die einzigen, sondern es werden bedauerlicherweise immer mehr. Die Erde hat uns in den letzten Jahren, und ich glaube, das ist mittlerweile unbestreitbar, eine hohe Rechnung für unser Handeln ausgestellt.

Und ich bin sehr froh darüber, dass das, was dort stattfindet und die Konsequenzen für uns, immer stärker in den Mittelpunkt der politischen, aber vor allen auch der gesellschaftspolitischen Debatte gerät.

Dürresommer in Europa, Waldbrände in Afrika und Lateinamerika, Hurricanes in der Karibik – die Liste kann man sozusagen einmal komplett um den Globus schreiben.

Die Wetterextreme treffen immer mehr Menschen an immer mehr Orten. Und letztlich, und das haben wir gerade in den letzten Tagen noch einmal erleben können, zerstören sie Leben und bedrohen Existenzen.

Meine Damen und Herren,

um das zu verhindern, müssen „wir in der Gegenwart alles geben“, wie es von Camus formuliert worden ist. Das ist auch eine Aufgabe und eine Herausforderung der Politik. Allerdings, und auch das will ich hier einmal sagen, nicht nur. Denn für diese globale Kraftanstrengung sind wir auf Unterstützung angewiesen.

Auf Unterstützung von Institutionen wie dem IZES, das sich seit seiner Gründung für Klima- und Umweltschutz eingesetzt hat und das den Politikerspruch „Wir müssen etwas gegen den Klimawandel tun“ mit konkreten Inhalten und Instrumenten füllt. Und das seit 20 Jahren, also auch zu Zeiten, in denen die Kinder freitags noch in die Schule gegangen sind.

Meine Damen und Herren,

als ich vor 20 Jahren hier in Saarbrücken erstmals über das IZES sprach, da war nicht absehbar, wie sich das IZES entwickeln würde.

Herr Brand und viele andere wissen, dass das auch immer ein Kampf um die Ausstattung gewesen ist. Und es dabei trotzdem immer wieder zu schaffen, das Institut permanent weiter zu entwickeln.

Und noch etwas ist mir wichtig festzuhalten und das kann ich vielleicht mit dem Blick aus Berlin noch etwas besser beurteilen: Das, was hier regional begonnen hat, ist längst viel mehr geworden: das IZES ist ein bedeutender Akteur der internationalen Energie- und Forschungslandschaft und ist mittlerweile weit über die Grenzen dieses Landes hinaus bekannt und wirkt auch weit darüber hinaus.

Das Grenzüberschreiten ist ja ohnehin eines der großen Themen, mit denen wir uns im Moment auseinanderzusetzen haben. Im Moment kennen wir “America first” und es gibt auch “Russia first” und “China first”.

Und wir haben eine Art “push-back”. In vielen Ländern gibt es eine Rückbesinnung auf nationale Entscheidungskompetenzen und das in einer Zeit, in der die Herausforderungen, mit denen wir es zu tun haben, alle eines gemeinsam haben: Sie sind grenzenlos.

Wir haben im Moment vier globale Herausforderungen: Das ist die wirtschaftliche Globalisierung und all das, was damit sozial zusammenhängt; das ist der Klimawandel; das ist die Digitalisierung und die Migration. Alles sehr unterschiedliche, sehr komplexe Herausforderungen, aber alle kennen sie keine Grenzen.

Und dass man in einer solchen Zeit, in der Politik eigentlich weiträumig und langfristig denken und handeln müsste, wieder darauf zurückfällt, eher kleinteilig, kleinräumig und kurzfristig zu denken, ist, wie ich finde, eine große Gefahr, wenn es darum geht, für die Herausforderungen wirklich Antworten zu finden. Denn wir leben in Zeiten, in denen wir eines nicht brauchen können, nämlich die Rückbesinnung auf das Nationale. Sondern für grenzüberschreitende Probleme braucht man grenzüberschreitende Lösungen und damit die internationale Zusammenarbeit.

Und deshalb, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist das, was an Lösungsvorschlägen erarbeitet wird, so wichtig und deshalb ist es auch so wichtig gewesen, so früh damit anzufangen, nämlich vor 20 Jahren mit der Gründung des IZES.

Meine Damen und Herren,

die Klimapolitik ist auch schon lange keine reine Umweltpolitik mehr. Sie ist längst auch eine Form von Gesellschaftspolitik geworden. Und die Tatsache, dass so breit in unserer Gesellschaft darüber diskutiert wird, wird das weiter verstärken. Aber, und das ist für mich besonders wichtig, es ist auch mittlerweile eine wichtige Frage in der Sicherheits- und Außenpolitik.

Denn die geopolitischen Auswirkungen des Klimawandels sind gravierend. Wo die Lebensgrundlagen von Menschen bedroht sind, da sind letztlich die Konflikte, die es heute gibt und die morgen auf uns zukommen werden, bereits vorgezeichnet.

Wir wissen, dass der Klimawandel zur Destabilisierung ganzer Weltregionen führen wird. Wer Fluchtursachen bekämpfen will, der muss den Klimawandel bekämpfen. Und wer die Ursache für die Kriege der Zukunft bekämpfen will, der muss den Klimawandel bekämpfen.

Und das ist etwas, wo wir im Auswärtigen Amt auch versuchen, einen Schwerpunkt zu setzen und zu sagen: Ja, dieses weiträumige und langfristige Denken gerade beim Klimawandel muss eigentlich noch viel mehr unsere Außenpolitik bestimmen. Wir müssen vorausschauend handeln, nicht immer nur reagieren, wenn es schon zu spät ist.

Dazu brauchen wir auch mehr Investitionen in die Institutionen aus Wissenschaft und Forschung. Wir müssen auch jetzt darüber reden und auch Entscheidungen treffen, neue Wege zu beschreiten.

Und dabei sollen und müssen Deutschland und Europa eine zentrale Rolle spielen – gerade wenn andere ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen in Frage stellen, müssen wir uns eigentlich umso vehementer dazu bekennen.

Meine Damen und Herren,

deshalb halte ich es für so wichtig, dass wir nächste Woche – drei Tage vor dem Klimagipfel der Vereinten Nationen – im Bundeskabinett ein Klimakabinett haben werden, in dem ambitionierte und vor allem sehr konkrete Maßnahmen vereinbart werden sollen, über die gerade jetzt in Berlin intensiv diskutiert und auch gestritten werden.

Das gilt auch für die Außenpolitik, denn wenn ich das Thema Klima und Sicherheit auch international mehr betonen will, dann muss ich, um glaubwürdig zu bleiben, die eigenen Hausaufgaben auch hier in Deutschland machen.

International haben wir deshalb die Chance genutzt, als Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen - das sind wir seit Anfang dieses Jahres für zwei Jahre - einen unserer Schwerpunkte für die inhaltliche Arbeit beim Thema Klima und Sicherheit zu setzen. Wir haben dort bereits eine Ländergruppe gegründet, der mittlerweile 50 Staaten beigetreten sind. Im Übrigen auch viele kleine Staaten, pazifische Inselstaaten, die schon unter dem Ansteigen des Meeresspiegels akut leiden, die aber viel zu klein sind und viel zu einflusslos, um sich selber Gehör zu verschaffen. Und denen wollen wir auch, mit dem, was wir dort tun, eine Stimme verleihen.

Als ich im Januar zum ersten Mal im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Platz nehmen durfte, hatten wir als ersten Tagesordnungspunkt, den wir dort eingebracht haben, das Thema „Klima und Sicherheit.“

Ich will nicht verhehlen, der Sicherheitsrat sieht sich selber als das große Krisengremium der Welt. Allerdings vermitteln viele, die dort sitzen, eher den Eindruck, dass sie eigentlich finden, dass dort nur Dinge auf den Tisch kommen, wenn irgendwo geschossen wird, wenn irgendwo gebombt wird und wenn auch bereits Menschen ums Leben gekommen sind. Einer unserer Ansätze ist aber, die Arbeit im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen viel präventiver zu gestalten.

Und deshalb wollen wir auch solche präventiven Themen auf die Tagesordnung setzen. Das ist nicht so einfach, denn da sitzen auch noch Leute, die den Klimawandel für eine marxistische Verschwörungstheorie halten. Und umso mehr ist es notwendig, auch solche Gremien damit zu beschäftigen, wie man es langfristig schafft, Konflikte und Krisen zu vermeiden. Der Klimawandel wird dabei eine ganz besondere Rolle spielen.

Und weil ich wusste, dass es da auch schwierige Kandidaten gab, habe ich bei dem, was ich im Sicherheitsrat gesagt habe, zwei Bilder mitgebracht. Fotos von der Erdoberfläche. Das eine ist Jahrzehnte alt gewesen, das andere aktuell. Das eine grün, das Jahrzehnte alt gewesen ist, das andere braun, von heute. Und noch zwei Bilder: Weißes Eis damals und heute blaues Wasser. Um sozusagen den letzten davon zu überzeugen, dass hier irgendetwas geschieht.

Nach der Sitzung kam Antonio Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, auf mich zu und sagte mir: „Das letzte Mal, dass hier im Sicherheitsrat jemand saß und mit Bildern rumgefuchtelt hat, das war Colin Powell, der damalige amerikanische Außenminister, der damit beweisen wollte, dass Saddam Hussein im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist. Und der sich heute dafür schämt, weil es nämlich nicht gestimmt hat.“ Wir haben uns dann darauf verständigt, dass es sinnvoll gewesen ist, dass einer Bilder hochgehalten hat bei einem Thema, das die Wahrheit zum Ausdruck bringt.

Aber das zeigt in etwa, wie schwierig teilweise die Diskussionen auf dem internationalen Parkett sind. Die aktuelle Diskussion mit der Regierung in Brasilien macht das, glaube ich, noch einmal umso deutlicher.

Und ein zweiter Punkt, der dort dazugehört, ein anderes Thema, für das wir uns bei den Vereinten Nationen stärker engagieren wollen, ist das, was wir als eine Allianz für den Multilateralismus bezeichnen. Denn wenn es diesen „push-back“ gibt in der internationalen Zusammenarbeit, wenn immer mehr Länder glauben, dass sie ihre Probleme alleine lösen können, müssen diejenigen, die darauf angewiesen sind, dass es internationale Zusammenarbeit gibt, sich besser organisieren. Und dafür sorgen, dass der Multilateralismus in einer Zeit grenzenloser Herausforderungen auch eine Zukunft haben wird.

Meine Damen und Herren,

der aber wohl wichtigste Schlüssel, um die Welterwärmung einzudämmen und damit Konflikten vorzubeugen, ist eben das, was wir hier vor 20 Jahren begonnen haben mit der Diskussion über die Energiewende, das ist nichts anderes als die globale Energiewende.

Trotz aller Schwierigkeiten finde ich, dass es hier auch Anlass für Optimismus gibt. Ich werde auf vielen meiner Reisen immer wieder darauf angesprochen, was denn die Energiewende überhaupt bedeutet, was wir in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gemacht haben. Der Begriff hat einen Nachhall bekommen, wie das vielleicht bei dem Begriff des Wirtschaftswunders mit Blick auf Deutschland gewesen ist.

Und das ist, wie ich finde, eine gute Entwicklung. Viele beobachten, was bei uns passiert. Vieles, was in den letzten Jahrzehnten im Rahmen der Energiewende entwickelt worden ist, ist längst ein Exportschlager geworden. Und sichert im Übrigen auch in Deutschland Arbeitsplätze.

Schon heute wird weltweit mehr Geld in Erneuerbare Energien als in fossile Energieträger investiert. Ab Mitte der 2020er-Jahre soll die weltweite Erdölproduktion den Studien zufolge erstmals signifikant sinken.

Man kann sagen: Der Anfang vom Ende des Zeitalters fossiler Energieträger ist unumkehrbar eingeleitet.

Dass das IZES bei Fragen der Energiewende eine so große Expertise hat, das ist für uns insgesamt von unschätzbarem Wert. In Deutschland trägt es durch seine Forschung dazu bei, unsere Ressourcen effizienter zu nutzen. Und international durch einen Wissenstransfer, der wahrscheinlich nie wichtiger war als das heute der Fall ist.

Denn gerade viele Länder im globalen Süden könnten auch von der Energiewende profitieren. Energie aus Sonne, Wind und Wasser bietet ihnen die Chance auf Entwicklung. Und das ist eigentlich etwas, dass mir immer wieder in Ländern in Afrika, aber auch in Lateinamerika, begegnet. Darüber wird viel gesprochen und wir müssen es noch viel mehr schaffen, dies in konkrete Projekte umzubuchen.

Meine Damen und Herren,

das IZES zeigt auch tagtäglich, welches Kooperationspotenzial es hier gibt. Denn es ist längst international vernetzt, forscht international, grenzüberschreitend und eben auch in anderen und mit anderen Ländern und eben auch in Afrika und in Asien.

Ich will das nur mal an zwei Beispielen verdeutlichen:

Erstens: “MENA Fuels”. Hier hilft das IZES, nachhaltige synthetische Kraftstoffe mittels überschüssiger Solarkraft im mittleren Osten und Nordafrika zu erzeugen. Dieses Projekt ist deshalb sinnbildlich, weil wir hier bei der globalen Energiewende zusammenarbeiten können in unterschiedlichen Teilen der Welt, Nord und Süd – letztlich mit Gewinn für beide Seiten.

Zweitens das Projekt “Rapid Planning”. Überall in der Welt wachsen Megacities, teils komplett ungesteuert, mit erheblichen Auswirkungen auf Mensch und Natur. Das IZES forscht, wie man das Wachstum solcher Metropolstädte

nachhaltig steuern kann, in Asien, in Afrika, aber auch in Deutschland. Und wie sich diese Städte austauschen können. Ähnlich wie beim Projekt „Energiewende PartnerStadt“, das wir vom Auswärtigen Amt unterstützen. Hier fördern wir den Austausch unter europäischen Städten, die bei der Energiewende vorangehen wollen und einfach vorbildliche Beispiele sind.

Wie vielfältig unsere Möglichkeiten sind, werden wir auch wieder beim Berlin Energy Transition Dialogue im kommenden Frühjahr im Auswärtigen Amt diskutieren. Viele werden dabei ihre Beiträge liefern. Und auch das zeigt, dass das Thema Energie, nicht nur die Energiewende, aber auch der Klimawandel für uns in der Außenwirtschaftspolitik ein außerordentlich wichtiges Thema ist.

Meine Damen und Herren,

wenn ich an das IZES denke, fällt mir noch ein weiteres berühmtes Motiv von Camus ein. Das werden Viele kennen: der Mythos von Sisyphos. So wie er, der auf ewig einen Fels auf einen Berg wälzen muss, sind sich wahrscheinlich in den letzten 20 Jahren viele von denen, die hier arbeiten, vorgekommen: Immer dann, wenn Menschen weltweit die Gefahren des Klimawandels ignorieren. Wenn Politiker kurzfristigen Profit vor Nachhaltigkeit stellen.

Aber trotz all den Rückschlägen, all den Schwierigkeiten, die es gibt, ich kann Ihnen eines versichern: Ihre Arbeit ist, anders als vielleicht bei Sisyphos, nicht umsonst gewesen. Denn letztlich haben Sie dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen erkennen, dass es an der Zeit ist, jetzt Verantwortung zu übernehmen. Um den Klimawandel zu bremsen und seine gravierenden Auswirkungen nicht nur für die Menschen in der kanadischen Arktis oder im Sudan abzufedern, sondern auch für uns und in unserem eigenen Leben.

Denn letztlich wird, wenn wir nicht jetzt handeln, das, was auf uns zukommt, noch viel teurer werden, als das, was der eine oder andere für die nächste Zeit befürchtet.

Meine Damen und Herren,

der IZES steht seit 20 Jahren glaubhaft für Fortschritt und Innovation. Und es hat sich sozusagen, um dieses Zitat noch einmal aufzugreifen der „Zukunft gegenüber großzügig gezeigt“.

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dieser Zeit sowohl im IZES, aber auch bei denjenigen, die dafür gesorgt haben, dass es diese wichtige Einrichtung gibt. Ein Thema, das heute in aller Munde ist, wurde hier schon vor 20 Jahren operationalisiert.

Herzlichen Dank an alle, die dazu ihren Beitrag geleistet haben!"

Veröffentlicht am: 12.09.2019

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